Beschreibung
Ausgangspunkt des Projekts sind die Erinnerungen der Holocaust-Überlebenden Ruth Steinfeld. Sie lebte als Kind in Ladenburg, bis ihre Familie am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert wurde. Ruth und ihre Schwester Lea überlebten getrennt von den Eltern in Kinderheimen; die Eltern wurden in Auschwitz ermordet.
Ausgehend von ihren Erinnerungen und denen weiterer Überlebender aus Ladenburg verbindet die Inszenierung Theater und Musik zu einem Parcours durch den Stadtraum. Über Kopfhörer begleitet Ruths Stimme den Weg und verknüpft ihre kindliche Perspektive mit dokumentarischem Material. Entlang der Route begegnet das Publikum Szenen mit Schauspieler*innen, dem
Ladenburger „Projektchor“ und den Schüler*innen der Theatergruppe des CBG. Historische Orte wie die ehemalige Synagoge, frühere Wohnhäuser oder das Rathaus werden zu Schauplätzen
einer theatralen Spurensuche, die Geschichte im Stadtraum erfahrbar macht.
